Ramadan: Lehrerverband befürchtet Probleme mit muslimischen Eltern

The Write Share

Ramadan: Lehrerverband befürchtet Probleme mit muslimischen Eltern

16. Mai 2018 Deutschland Islam lehrer muslime Nachrichten ramadan Schule yum 0
Teilen

Vom Fastengebot sind Kinder, Schwangere, alte und schwer körperlich arbeitende Menschen ausgenommen.

  • Am Mittwoch hat der islamische Fastenmonat Ramadan begonnen.
  • Laut dem Deutschen Lehrerverband könnte das bei manchen muslimischen Schülern zu Problemen im Schulalltag führen. 

Nach Beobachtung des Deutschen Lehrerverbands nehmen viele muslimische Schüler das Fasten während des Ramadans “inzwischen sehr ernst”.

Gläubige Muslime verzichten vom 16. Mai bis zum 14. Juni von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Sex. 

Der Ramadan ist für viele der geschätzt fünf Millionen Muslime in Deutschland ein wichtiger Pfeiler ihres Glaubens. Vom Fastengebot sind Kinder, Schwangere, alte und schwer körperlich arbeitende Menschen ausgenommen.

Lehrerverband: Religiöse Belange einzelner Schüler könnten alle einschränken

Dies könne an Schulen, die über eine nennenswerte Schülerschaft mit Migrationshintergrund verfügten, zu Problemen im Schulalltag führen, beklagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger gegenüber “Welt Online”  am Mittwoch.

Schwierig werde es dann, wenn die religiösen Belange einzelner Schüler alle einschränkten.

Dies sei etwa der Fall, wenn Eltern Druck auf die Schulleitungen ausübten, während des Fastens keine Prüfungen oder Exkursionen anzusetzen und sich deshalb die Prüfungen für alle Schüler in einem bestimmten Zeitraum massierten. “Das geht nicht”, kritisierte Meidinger.

Mehr zum Thema: Junge kommt nach Tod des Vaters zur Schule, da überraschen ihn 70 Polizisten

Beim Ramadan ist Essen und Trinken erst nach Sonnenuntergang erlaubt

Der Zentralrat der Muslime betonte, in der Zeit des Verzichts solle man sich besonders für ein friedliches Miteinander einsetzen, gegen Rassismus, Ausgrenzung und Hass in der Gesellschaft eintreten.

Erst nach Sonnenuntergang ist Essen und Trinken erlaubt, dann kommen viele zum Iftar oder Nachtgebet zusammen, was in vielen Moscheegemeinden allen Interessierten offen steht.

Allein in der Zentralmoschee in Köln könnten täglich rund 1000 Besucher zum gemeinsamen Fastenbrechen Iftar kommen, wie die Ditib als größte Islam-Organisation in Deutschland mitteilte.

Source: HuffPost

Schreibe einen Kommentar